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Nachdem nun eindeutig feststeht, dass es Krebs ist, der noch dazu nicht vollständig entfernt wurde, kann ich die nächste OP kaum erwarten. Sicherlich bin ich nicht erfreut, nur noch eine Brust zu haben. Aber die Brust behalten und eine Verschlimmerung der Krankheit in Kauf nehmen, kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Das macht keinen Sinn. Die Vorstellung mit einer tickenden Zeitbombe rumzulaufen finde ich unerträglich.

Ich lese viele Patientenberichte, aus denen hervorgeht, dass die Menschen sich mit ihrem Krebs als eine Einheit verstanden – der Tumor quasi ein Teil von ihnen ist, mit dem es sich zu identifizieren und dem es gar einen Namen zu geben galt. Diese Ansicht kann ich überhaupt nicht teilen. Nun, wo ich weiß, dass da noch bösartige Zellen in meiner Brust sind, will ich sie für kein Geld der Welt behalten. Im Kopf ist das wie eine Abstoßungsreaktion. Es kommt mir eher so vor, als ob ich einen Parasiten mit mir herumtrage, der nun schnellstens eliminiert werden muss. Das Warten auf die Amputation empfinde ich jedenfalls als sehr furchtbar. Am liebsten würde ich selbst zum Küchenmesser greifen… aber zwei Tage muss ich noch Geduld haben.